Das neue Jahr ist da! Die freien Tage sind erholsam-faul vorübergezogen, ich habe das Nichtstun genossen. Es hat gut getan, und langsam habe ich das Gefühl, für 2018 bereit zu sein, und wie immer gehört für mich ein Motto des Jahres zu meinen Vorbereitungen für den Alltag. Wofür will ich dieses Jahr bereit sein?

Vieles, was vor mir liegt, ist noch ungewiss: Mein Job in einem Buchprojekt wird dieses Jahr auslaufen, aber der Zeitpunkt ist noch offen. Mein eigenes Buchprojekt sollte dieses Jahr die Runde bei den Verlagen antreten; davor muss eine Leseprobe erstellt und das Ganze nochmals überarbeitet werden. Näheres erfahre ich in den nächsten Tagen. Neben diesen beruflichen Optionen ist auch der private Kalender schon ziemlich besetzt: Im Chor stehen die nächsten Werke an, auf die ich mich sehr freue (Gounod-Messe und Bach-Weihnachtsoratorium), in der Kirche starten wir ein ebenso spannendes wie intensives Jahr, und im Kleintheater hat unser Jubiläumsjahr begonnen.

Im Hinblick auf all diese Herausforderungen habe ich mich als Motto des Jahres für „Fokus und Balance“ entschieden.

Fokus, damit ich die Prioritäten richtig setze und erkenne, was wann meinen höchsten Einsatz erfordert.

Balance, damit ich meine körperliche und geistige Gesundheit nicht vergesse.

Das letzte Jahr hat mir gezeigt, wie wichtig Balance ist. Vor allem im zweiten Halbjahr war ich teilweise stark gefordert. Ich brauchte das erste Mal eine Eiseninfusion, und ob sie gebracht hat, was sie sollte, wird erst Ende Januar klar werden. Einige Male fühlte ich mich geistig und körperlich an der Grenze, und dem möchte ich dieses Jahr vorbeugen. Wie?

Genug schlafen. Wenn ich zu wenig schlafe, esse ich ungesünder, bin gestresster, wenig leistungsfähig – es gibt genug Gründe, darauf zu achten.

Mehr Bewegung. Ein alter Hut! Ich habe es bisher nicht geschafft, etwas zu finden, das mich genug motiviert, um die Bewegung auch umzusetzen. Momentan spiele ich mit dem Gedanken an eine Spielkonsole mit einem Schwertkampf- oder Boxspiel, um etwas Dampf abzulassen, aber bis ich mich für die richtige Variante entschieden habe, werde ich mir mit ein paar Youtube-Workouts behelfen.

Genug „Alone Time“. Existenziell für meine geistige Gesundheit, mehr muss ich dazu nicht sagen.

Mehr „Sensoring“. Den Tipp habe ich von einer anderen Bloggerin, die ihn an die INTJ- und INFJ-Typen nach Myers-Briggs richtet. Was ist gemeint? Ganz einfach: Öfters aus meiner Kopfwelt herauskommen und die externen Sinne nutzen. Spazierengehen. Ein Bad nehmen. Die Natur beobachten. Im Garten arbeiten. Ich weiss sehr wohl, wie gut mir das tut, flüchte aber bei Müdigkeit und Stress zu oft in kopflastige Zerstreuungen aus (ich sage nur Mediajunkie).

Und last but not least: Mehr Gott. In welcher Form auch immer. Zuhause singen, Bibel lesen, beim Spazierengehen beten. Ihm den Tag widmen und mir bewusst sein, dass er da ist. Dann geht alles leichter.

Die Herrnhuter Brüdergemeinde wählt jedes Jahr eine Losung aus, einen Bibelspruch, der im Gebet und in der Stille gefunden wird und über dem Jahr stehen soll. Die diesjährige Losung stammt aus der Offenbarung, und diese ermutigenden Worte sollen mich zusätzlich zu meinem Jahresmotto begleiten:

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

Dieses Versprechen will ich im Herzen tragen, wenn ich nach was auch immer dürste. Jesus ist diese Quelle, und wer von ihr trinkt, wird nie mehr durstig sein. Das hat er selbst zur Frau am Brunnen gesagt, und in der Offenbarung wird es von Gott erneut bekräftigt. Auf dieser Grundlage gehe ich voll Optimismus und Vertrauen in das neue Jahr.

Wie steht es mit Euch? Was erwartet Euch in diesem Jahr, wie geht Ihr es an? Was auch immer vor Euch liegt: Ich wünsche Euch einen guten Start in den Alltag, und dass Euch die Losungsworte in allen Herausforderungen des Jahres tragen und ermutigen!

 

Liebe Freunde,

Ein intensiver Dezember mit Konzerten und Festivitäten neigt sich dem Ende zu. Ich liege zuhause auf dem Sofa (my favorite place!) und habe endlich wieder etwas Musse, um einen kleinen Rück- und Ausblick zu machen. Wie lief es für mich an der „Künstlerfront“?

Music!
Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Ich durfte mehrere Male mit meinem Gesang und/oder Texten zu einem schönen Anlass beitragen, so zur Firmung im Kinderheim Bachtelen, zu einer Hauseinweihung, zu einem Frauenbrunch bei AGLOW Frick, zum Weihnachtsmarkt Grenchen und zu einem Adventsgottesdienst. Neben einem Zustupf in die Künstlerkasse sind diese Anlässe auch sonst bereichernd – ich kann andere Menschen mit meiner Musik und meinen Texten erfreuen (hopefully!) und sammle Erfahrung und Routine. Bei jedem Auftritt lerne ich wieder etwas dazu, und sei es nur, das Wasserglas nicht zu vergessen…!

Buchbaby
Auch in der Schreibstube hat sich viel getan. In diesem Jahr habe ich meinen Entwurf zweimal intensiv überarbeitet und dabei viel gelernt. Momentan liegt er bei meiner Agentin, und wenn sich keine grösseren Plotfragen mehr stellen, werde ich als nächstes die ersten 30-40 Seiten für die Leseprobe zuhanden der Verlage perfektionieren. Drückt mir die Daumen!

Schreiben ist mehr…!
Mein Blog kam dieses Jahr etwas zu kurz, was auch mit der intensiven Arbeit am Buch zusammenhängt. Immerhin habe ich im Dezember etwas intensiver gepostet, und ich hoffe, auch im neuen Jahr etwas mehr Konstanz zeigen zu können. Eine grosse Freude für mich ist die Aufnahme in die Gilde der „Stadtbummler“ in meiner Heimatstadt: Alle sechs Wochen verfasse ich eine kleine Kolumne zu aktuellen Themen rund um die Stadt und ihre Einwohner. Ein Gewinn in jeder Hinsicht – ich liebe meine Stadt, und die Artikel machen mir grossen Spass; ich erhalte eine kleine Entschädigung, und ich kann mit den Themen, die ich mir vornehme, meinen „Brand“ etwas schärfen. Gestern ist im Übrigen der dritte Beitrag erschienen – hier könnt Ihr ihn lesen!

Was bringt 2018?
Hoffentlich einen Verlagsvertrag! Sicher werde ich, sobald mein Buch final überarbeitet ist, an die Teile zwei und drei meiner Trilogie gehen. Die Musik soll auch nicht zu kurz kommen. Ein erster Auftritt steht bereits, so werde ich am 4. Februar in der reformierten Kirche Signau zusammen mit Kirsten Raufeisen, die dort als Organistin tätig ist, den Gottesdienst umrahmen. Das wird sicher ein schöner Anlass!

Und Ihr so? Was sind Eure Pläne, Träume und Ziele für 2018? Was es auch ist – ich wünsche Euch gutes Gelingen und Gottes Segen dafür. Auf ein Wiederlesen – und vielleicht -sehen? im brandneuen 2018!

Herzlich, Claudia